Netzwerke(n) und das Teilen von Macht

Wie im Aviso zum 4. #sbsmTaalk angekündigt folgt hier ein eigener Beitrag zum Buch «Die Formel der Macht» von Harald Katzmair und Harald Mahrer; das heißt zumindest im weitesten Sinne.

Rezensionen des Buches gibt es – lmgtfy – und hier im Vorfeld unseres #sbsmTaalks eine weitere allgemeine Besprechung anzuschließen, das ist angesichts der Perspektive unserer Diskussion weniger reizvoll. Stattdessen konzentrieren wir uns auf einzelne Aspekte und Thesen des Buchs, ergänzen diese dafür mit weiterführenden Verweisen und Fragen.

Was ist die besonderen Perspektive unseres nächsten #sbsmTaalks.1
Worauf wollen wir uns konzentrieren?

Der Titel lautet ja nun Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke. Er war in der Form ein ergänzungsbedürftiger Schnellschuss, nämlich als Schlagwort für eine von drei Wahlmöglichkeiten, was wir nach dem 3. #sbsmTaalk als nächstes diskutieren sollten. (Und die Ergänzungen kommen gleich, also hier geblieben.) Andererseits funktioniert er, auch wenn wir noch diffus lassen, welche Betrachtungsweise oder welche Organisationen mit “Netzwerken der Macht”, und was denn alles mit “Sozialen Netzwerken” gemeint ist. (weiterlesen…)

  1. Für die Neuen hier, der Name leitet sich aus der Kombination von #sbsm und #taalk ab. Ersterer Teil ist klarerweise das Chiffre des gesamten #sbsm-Cross-Media-Projekts «Soziale Bewegungen und Social Media». Der zweite Teil bezieht sich auf das Format einer Podiums- und Publikumsdiskussion, die erstens per Live-Stream via WWW übertragen wird, zweitens interaktiv offen für Kommentare und Besprechungen via Twitter ist, sowie drittens per Aufzeichnung und Nachbearbeitung via Youtube und Blogposts weiter abrufbar und dokumentiert bleibt. []

Netzwerke der Gegenmacht

Wie im Aviso zum 4. #sbsmTaalk angekündigt, wird es am 31.5. um eine Gegenüberstellung von «Netzwerken der Macht vs. Sozialen Netzwerken» gehen. Am Podium diskutieren dazu Harald Katzmair und Tina Leisch.

Für die Elitennetzwerke wird unser Experte Harald Katzmair sein, schließlich widmet er sich als Netzwerkanalytiker der Erforschung und Darstellung dieser Netzwerke. Er hat mit Harald Mahrer gemeinsam das Buch «Die Formel der Macht» geschrieben, zu dem es morgen hier noch einen längeren Blogpost geben wird (und im Aviso einen Abschnitt aus einem Interview schon gab).

Der Betrachtung der Elitennetzwerke gegenüber gestellt, wird Tina Leisch unsere Expertin für Netzwerke der Aktivist_innen sein. Oder wie sie in Anlehnung an die Formulierung von den “Netzwerken der Macht” vorgeschlagen hat: die “Netzwerke der Gegenmacht”. (weiterlesen…)

Aviso: 4. #sbsmTaalk am 31.5.

und zwar zum Thema

Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke

Am Podium mit:
Tina Leisch – Film-, Text- & Theaterarbeiterin
Harald Katzmair – Soziologe, Soziale Netzwerke Analyse

Wann: Donnerstag, 31. Mai 2012 ab 18:00 (mit akademischer Viertelstunde)
Wo: in der Fachbuchhandlung des Verlags1 neben dem NiG und im World Wide Web, also wie gehabt und gewohnt mit ➊ Live-Stream, ➋ Social Media Moderation via Twitter und ➌ Aufzeichnung. Hier die Veranstaltung auf FB.

Zum Abschluss des 3. #sbsmTaalks «im Angesicht der Komplexität. Über Echokammern, kalte und heiße Institutionen» hatten wir drei thematische Vorschläge für den 4. #sbsmTaalk vorgestellt und später online zur Abstimmung gebeten.
Den größten Zuspruch hat der Vorschlag und dieser Titel erhalten, den wir jetzt am 31.5. umsetzten werden: «Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke».

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  1. … und auch wieder mit dem feinen Buffet im Anschluss. Vorort, that is. []

Kulturrisse › 01/2012 › wrestling move(ment)s › COPY THIS!

Der Twitter-Handle @matahari_etc ist hier in einem früheren Beitrag bereits einmal erwähnt worden. Und zwar in diesem Kontext:

Nachdem porrporrs lizenzriots hier bereits eingefügt wurden, wollen und dürfen wir nun den komplementären zweiten wrestling move(ment)s Teil ebenfalls in unserem Blog publizieren. Das heißt praktisch: den Text kopieren & einfügen. «COPY THIS!», sagt @matahari_etc. Wir machen das und sagen Danke!

Hier der Kolumnenbeitrag von @matahari_etc zum allerorts schwelenden Konflikt zwischen der Idealökonomie der Rechtekapitalisten versus einer idealen Ökonomie der “Wissensgesellschaft“, in der KünstlerInnen und Kreative, WissensarbeiterInnen und -weiterentwicklerInnen von ihrer Arbeit gut leben können.1 Und ja, wir sehen das als ein “ArbeitnehmerInnen-Thema:

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  1. Es ist immer noch nicht so weit, dass wir von sicher sprechen können. Aber wie schon einmal hier im Projektblog und auf Twitter angedeutet, die Wahrscheinlichkeit dass es weitere Buchprojekte im #sbsm-Stil geben könnte, die steigt monatlich. Zwei Handbücher sind aktuell in der Entwurfsphase, eines davon zu diesem Themenkomplex. Stay tuned für weitere Infos zum Plan eines Handbuchs für die egalitäre Wissensgesellschaft, «Offener Zugang und freie Information». []

Nach Phänomen Facebook kommt der digitale Frühling

Gastbeitrag von Jakob Steinschaden, Autor von «Phänomen Facebook» und Journalist zu Netzthemen. Er hat eine Rezension zu unserem Buch verfasst, für das er hier auch einen Kommentar beigesteuert hat. Jetzt arbeitet er an einem neuen Buchprojekt, das thematisch gut an unser NoBorders Kapitel anschließt. Und er dokumentiert den Entstehungsprozess via Social Media, so wie wir das auch getan haben. Hier seine Vorstellung seines neuen Buchprojekts «Digital Sirocco»:

digital sirocco

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Kulturrisse › 01/2012 › wrestling move(ment)s › Lizenzriots

KulturrisseDie Kulturrisse sind eine vierteljährlich erscheinende «Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik», herausgegeben von der IG Kultur, welche wiederum als Interessenvertretung an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für emanzipatorische Kulturarbeit arbeitet.

Mit der ersten Ausgabe der Kulturrisse 2012 startet eine neue Kolumne namens «wrestling move(ment)s».

Die Kurzbeschreibung:
Für “wrestling movements” haben sich zwei virtuelle Figuren verbündet, @matahari_etc und @porrporr, um für diskursive Komplexitäten und Handgreiflichkeiten in den Ring zu steigen. Sie trafen sich auf Twitter und nun bilden sie die neue Text Wrestling League.

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Vom Kampfbegriff des “Europa der Bürger”!?

Diesen Text hat Robert Menasse zuerst auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht
und uns erlaubt, den Text auch hier zu publizieren. Er passt sehr gut zu
unserer Diskussion um die Bedingungen politischen Engagements heute.
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“Europa der Bürger”!?

Es ist ein noch nicht beschriebenes Phänomen, dass eine Tautologie, also eine simple semantische Verdopplung, zur Voraussetzung einer kollektiven Schizophrenie werden kann. Das „Europa der Bürger“ als Kampfbegriff eines bürgerlichen Europas ist dieser Fall.
Seit dem Ende der Teilung Europas, vor allem seit den EU-Erweiterungen von 2004 und 2007, gibt es in ganz Europa kein einziges Land mehr, das man in Hinblick auf politische Organisation, Wirtschaftssystem und Gesellschaft nicht als bürgerlich bezeichnen kann, im Sinne kapitalistischen Wirtschaftens auf der gemeinsamen Basis von Rechtszustand und Demokratie.

Was bedeutet nun diese mit Theaterdonnerhall begleitete Forderung, aus dem bürgerlichen Europa ein „Europa der Bürger“ zu machen, was bedeutet dieses aufgeregt medienflankierte Aufstampfen der „Wut- oder Mutbürger“? Ich will Ich sein, aber ich ist ein anderer? Bin ich nicht nur stärker als ich, sondern kann ich das, was ich immer schon durch Duldung legitimiert habe, nun auch durch Unduldsamkeit konfirmieren?

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  1. Für das Buch hat Robert Menasse einen Kommentar zum Fallbeispiel-Beitrag der Bürgerinitiative des Josefinischen Erlustigungskomitees beigetragen. []

Den 4. #sbsmTaalk machen wir zum Thema …

  • Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke
  • “open politics” – freie Informationen, offene Zugänge
  • CloudKontroll 2.0 – von Watchblogs, GuttenPlags etc.

… eins, zwei oder drei du kannst mitentscheiden, drei Themen sind frei …

1, 2 oder 3, du must dich entscheiden

Erinnert sich noch wer, Michael Schanze und so? «Plopp, plopp das heißt Stopp, nur noch einen Hopp, dann bleibt es dabei …» #hach1

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  1. Jaja, voriges Jahrhundert, als die öffentlich-rechtlichen Kinderprogramm nur zwischen 17.00 und 18.00 sendeten und diese Geschichte mit Bildungsauftrag und so … Gut, die Sendung gibt’s offensichtlich immer noch, sagt der Wikipedia-Eintrag, aber erstens war ich in den 70ern, frühen 80ern ein Kind und zweitens gab es damals ganze zwei Fernsehsender, wobei einer um 18.00 zu senden begann und das mit dem WWW war noch weit weg. []

der 3. #sbsmTaalk im Angesicht der Twitter-Live-Kommunikation

Vor zwei Tage war um diese Uhrzeit der dritte #sbsmTaalk in der Buchhandlung des Verlags in Wien im Gange, zeitgleich dazu lief online etwas kommentierende und mitdiskutierende Kommunikation via Twitter mit. Hier mit dem Dienst Storify zusammengefasst, die Online Kommunikation zur Veranstaltung.1

(Nach unten scrollen und gegebenenfalls immer wieder ein bisschen warten, bis die nächsten Tweets aufgerollte werden …) (weiterlesen…)

  1. Das posten der Aufzeichnung und die Zusammenfassung der Highlights folgen noch. []

Der 3. #sbsmTaalk – Im Angesicht der Komplexität

Am Dienstag, 27. März ab 19:30 ist es soweit, wir setzen unsere Beschäftigung mit «Sozialen Bewegungen und Social Media» fort und diskutieren über Bedeutung, Funktion und Wirkung von Sozialen Bewegungen und Social Media. Das tun wir im Rahmen das dritten #sbsmTaalk (hier schon angekündigt) und ganz bewusst «im Angesicht der Komplexität».1 Die Komplexität, der wir uns stellen und die am Podium thematisiert wird, damit ist die Komplexität – vorerst ganz allgemein – von “Gesellschaft” gemeint.

Soziale Bewegungen und Social Media wirken mit starkem Veränderungsdruck auf “Gesellschaft”. Politischer Aktivismus, Engagement, Bildungsarbeit, Medienaktivismus – in und außerhalb größerer Systeme, Organisationen, Institutionen – zeugt von individuellen und kollektiv geteilten Ansprüchen, etwas zu verändern. Die Umgebung dieser Veränderungen sind oft unsere näheren Bekannten, kleine Gruppen, Netzwerke, mehr oder weniger große Organisationen usw. (weiterlesen…)

  1. Also etwas an den 2008 verstorbenen österreichischen Bundeskanzler Fred Sinowatz angelehnt und erinnernd. Sein «Ich weiß, das klingt alles sehr kompliziert …» wandeln wir zu «wir wissen, dass das alles sehr kompliziert klingt …» ab und stellen uns der “Kompliziertheit”. ;p []