Über die Autoren
Den 4. #sbsmTaalk machen wir zum Thema …
- Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke
- “open politics” – freie Informationen, offene Zugänge
- CloudKontroll 2.0 – von Watchblogs, GuttenPlags etc.
… eins, zwei oder drei du kannst mitentscheiden, drei Themen sind frei …

Erinnert sich noch wer, Michael Schanze und so? «Plopp, plopp das heißt Stopp, nur noch einen Hopp, dann bleibt es dabei …» #hach1
Was hat das mit dem vierten #sbsmTaalk zu tun? Zugegebener Maßen kaum etwas. Die Assoziation war grad da; und ich bin nun mal kindisch.
Themenauswahl für die nächste Podiumsdiskussion
Der Anlass ist freilich, dass wir beim dritten #sbsmTaalk, der letzte Woche über die Bühne ging und dessen Aufzeichnung schon im TV-Blog abrufbar ist, den nächsten #sbsmTaalk für den 31. Mai angekündigt und drei Themen vorgeschlagen haben. In der Live-Übertragung haben wir die drei Themenvorschläge eingeblendet, in der Abmoderation kurz vorgestellt und unser Master of Twitter-Moderation, Mitautor am Buch Michael Horak, hat die drei Vorschläge getwittert …
RT @fatmike182: Nächster #sbsmtaalk am 31.5.”Netzwerke der Macht vs soziale Netzwerke”ODER”open politics”ODER”CloudKontroll2.0″ -…
— Sofie Langmeier(@Sofies_Welten) März 27, 2012
Vorgeschlagen sind also …
➊ Netzwerke der Macht vs. Soziale Netzwerke
Utl.: die Machteliten haben angefangen, jetzt ist es angeblich die ganze Gesellschaft
Die Grundidee dieser Diskussion ist ebenso einfach wie relevant und vielversprechend. Und wir haben das außerdem schon länger auf der Agenda der noch zu führenden Debatten. Über die sozialen Netzwerke wird viel diskutiert, geschrieben und analysiert. Über die Netzwerke der Mächtigen, der Wirtschaftselite, der politisch einflussreichen Seilschaften wird viel diskutiert, geschrieben und analysiert. Wir wollen beides gleichzeitig und in Gegenüberstellung tun.
Ganz nebenbei würden wir dann genauer ins Visir nehmen, was Netzwerke sind, wie sie funktionieren, welche Arten von Netzwerken sinnvoll zu unterscheiden wären und was es mit der Rede von der Netzwerkgesellschaft auf sich hat.
Ein Name, der in diesem Zusammenhang wahrscheinlich vielen Leuten einfällt und den ich in der Abmoderation des letzten #sbsmTaalks auch erwähnt habe, wäre Harald Katzmair. Er ist nicht nur einer der bekanntesten Netzwerkforscher sondern mit Harald Mahrer gemeinsam auch Autor des Buches «Die Formel der Macht», in dem er ein ganzes Kapitel den «Lügen der sozialen Netzwerke» widmet.
Mit Harald Katzmair wäre es sicherlich interessant und kontrovers, nicht nur über die Machtnetzwerke ODER Soziale Netzwerke zu debattieren sondern über das die einen wie die anderen in Gegenüberstellung.
Wenn es dieses Thema sein soll, dann musst du auf das Feld … ![]()
Ja, und bitte gerne Kommentare, Anmerkungen, Vorschläge, wenn euch diese Themenstellung in der einen oder anderen Schwerpunktsetzung interessiert.
➋ “open politics” – freie Informationen, offene Zugänge
Utl.: was wäre & wie würde das funktioneren, wenn wir das weiter denken
Der Vorwurf ist dieser Tage viel zu hören und zu lesen, er markiert einen Flankenabschnitt in der Hausse der Urheberrechtsdebatten: «sie wollen, dass alles frei ist, dass es überhaupt keine Rechte mehr gibt, dass “geistiges Eigentum” abgeschafft wird».
Diese Behauptung ist ebenso überzogen und falsch wie die Gleichsetzung der Verlage und Rechteverwerter mit dem organisierten Verbrechen überzogen und falsch ist; Stichwort “Contentmafia”.
Was aber, wenn wir den Spieß umdrehen, einmal beiseite lassen, dass es nicht darum geht, dass jede Information vollkommen frei sein soll und stattdessen weiterdenken, was das heißen würde, wenn es denn so wäre? Was bedeutet freie Information, was bedeutet “open access”, offener Zugang.
Die Bewegungen für freie Software, für open access, free information, open data, open government usw. bringen wichtige Visionen in die Gesellschaft ein. Der Eindruck verdichtet sich, dass diese unterschiedlichen Stossrichtungen gemeinsam mit weiteren Bewegungen etwa gegen Biopiraterie und die Patentierung auf biologische Informationen oder die Gemeingüter-Bewegung, dass all diese Bewegungen einen gemeinsamen Nenner haben könnten.
Mit diesen Bewegungen, dem möglichen gemeinsamen Nenner könnten wir uns in einem der nächsten #sbsmTaalks beschäftigen, vielleicht schon im anstehenden vierten. Das mag auch vor dem Hintergrund besonders interessant sein, da wir gerade mit der Überlegung des einen oder anderen Handbuchs spielen, das das #sbsm-Projekt in diese Richtung fortführen würde.
➌ CloudKontroll 2.0 – von Watchblogs, GuttenPlags etc.
Utl.: die 4. Gewalt, wandert sie von den Massenmedien in das Netz?
Die Publikative, die vierte Gewalt neben der Legislative, der Exekutive und der Judikative. Der Begriff von der publizierenden Gewalt spielt auf die drei (Staats-)Gewalten der Gesetzgebung, des Gesetzesvollzugs und der Rechtsprechung an und erweitert das Bild der Gewaltenteilung und der für Demokratien so wichtigen Checks and Balances. Für das massenmediale System wird neben anderen die Kritik- und Kontrollfunktionen als eine der wichtigsten Aufgaben idealiter postuliert. Da wie dort geht es um Kritik und Kontrolle, da wie dort auch darum, dass diese Kontrollfunktion eine essentielle Bedingung für Demokratie darstellt.
In einem #sbsmTaalk zu diesem Thema könnten wir diskutieren, ob und wie weit diese Kritik- und Kontrollfunktion “in das Netz” abgewandert ist bzw. via Internet ausgeübt wird; gut oder vielleicht sogar besser als es die privatwirtschaftlich organisierten Massenmedien tun?
Die Blogosphäre, WatchBlogs, der Medienaktivismus wo sonst nicht berichtet wird, LobbyControl, selbstorganisierte Plattformen, die wissenschaftliche Arbeiten überprüfen und Medienberichterstattung kontrollieren, Videoaktivismus der der Exekutive auf die Einsatzführung schaut, anonym organisierte Operationen gegen “die Mächtigen”, … wie sieht es aus mit der Kontrollfunktion, die durch die “Cloud” durchgesetzt wird. (Uh, wer da aller eingeladen werden könnte!)
Abstimmung über das Thema des nächsten #sbsmTaalks
Den ganzen April wollen wir die Abstimmung darüber offen lassen, was als nächstes aufs Tapet gebracht werden soll. Am 31. Mai wird der vierte #sbsmTaalk dann wieder in der Buchhandlung des Verlags und via WWW über die Bühne gehen. Den ganzen Mai haben wir dann also, um das zu organisieren, was sich bei der Abstimmung als Thema durchgesetzt hat.
Anmerkungen und Vorschläge sind selbstverständlich gerne gesehen, gelesen, gehört und werden sicher nicht auf taube Ohren stoßen.
Ja, Mehrfachnennungen sind möglich, warum nicht. Wer sich nicht entscheiden kann …
- Jaja, voriges Jahrhundert, als die öffentlich-rechtlichen Kinderprogramm nur zwischen 17.00 und 18.00 sendeten und diese Geschichte mit Bildungsauftrag und so … Gut, die Sendung gibt’s offensichtlich immer noch, sagt der Wikipedia-Eintrag, aber erstens war ich in den 70ern, frühen 80ern ein Kind und zweitens gab es damals ganze zwei Fernsehsender, wobei einer um 18.00 zu senden begann und das mit dem WWW war noch weit weg. [↩]
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kann mich gar nicht entscheiden, alles so schön bunt hier (O-Ton von Frau Hagen).
Alle drei Themen haben viele wichtige Aspekte die zu diskutieren sind. Ich finde, es kommt immer drauf an, wer mitmacht, wer hinkommt,… Also: alle Themen – hintereinander bei sbsm talks wäre m.M. ideal als Programm für 2012.
Thema 1 oder 2! (u ja, gern auch – alle hintereinander
)
netzwerke der macht, für eine gerechte welt ausnützen. keine mafiamethoden zulassen, weder im wirtschafts noch im finanzbereich.
[...] Zum Abschluss des 3. #sbsmTaalks «im Angesicht der Komplexität. Über Echokammern, kalte und heiße Institutionen» hatten wir drei thematische Vorschläge für den 4. #sbsmTaalk vorgestellt und später online zur Abstimmung gebeten. [...]