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Über den Autor
Buchpräsentation und #sbsmTaalk
Am 21. September ab 18.30 findet der erste #sbsmTaalk aus Anlass der Erscheinens von «Soziale Bewegungen und Social Media» statt, dem «Handbuch zum Einsatz von Web 2.0» im politischen Aktivismus.




Der 1. #sbsmTaalk feiert die Buchveröffentlichung
mit vielen Beteiligten des #sbsm Projekts: mit Autorinnen und Autoren, den Herausgebern, den Verantwortlichen des Verlags.
Zeit: Mi, 21.9. ab 18.30
Ort: (1) Fachbuchhandlung des ÖGB Verlags und (2) WWW.
Moderation: Sonja Fercher
Themen: die Buchveröffentlichung,
➊ das umfassende #sbsm “Cross Media” Projekt aus Handbuch, Web-Plattform und #sbsmCamp,
➋ die Themen des Buchs,
➌ #sbsmCamp im Oktober.
Die Buchpräsentation wird per Live-Stream übertragen und im Netz auf den Plattformen Twitter und Facebook moderiert. Fragen zu Buch, Website und #sbsmCamp und Thesen zu “Sozialen Bewegungen und Social Media”, die via WWW an die Autorinnen und Autoren, die Herausgeber und die Verantwortlichen des Verlags gehen, werden in den 1. #sbsmTaalk miteinbezogen.
Den 2. #sbsmTaalk wird es am Di, 18. Oktober 2011, dem Vorabend zum #sbsmCamp im ÖGB Catamaran und wieder live im WWW geben, dann mit Beteiligung von u.a. Wolfgang Lieb von den NachDenkSeiten, fluegel.tv aus Stuttgart, Antje Schrupp (live via Videozuspielung aus Frankfurt) und vielen anderen.
Let’s start the #sbsm talking and debate
Wir werden nicht die übliche Buchpräsentation mit Podium abhalten, sondern möchten gemäß des #sbsm Projekts den offenen Dialog führen, und zwar sowohl live in der Buchhandlung als auch live im & via Netz sowie vorher und nachher hier im Projektblog und den Social Media Plattformen.
Ein Problem wäre schließlich auch, würden wir ein Podium einrichten und etwas über das Buch vortragen, dass wir gar nicht wüssten, wer da am Podium sitzen und was erzählt werden sollte. Es gibt zu viele Beitragende, zu viel zu erzählen. Da gibt es einmal die Grundidee des Handbuchs, die Entstehungsgeschichte eines Buchs, das über weite Strecken im und via WWW entsteht, das auch für einen Verlag neuartige Making Of, die diversen Ebenen des Buchs und die Elemente wie Kommentare, Links, Avatare usw. Da gibt es die Abkehr vom Copyright und den Umstand, dass alle Buchbeiträge frei online zur Verfügung stehen. Da gibt es das Camp und den Hintergrund, dass soziale Bewegungen und “als neuartig empfundener” politischer Aktivismus in unserer gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation immer wichtiger wird; Stichworte “Postdemokratie”, “Empört Euch”, #yeswecamp und … «gehen wir auf ein Ende des Kapitalismus zu?»
Daher ganz einfach ins WWW gerufen und gefragt: Was sollen wir bei der Buchpräsentation erzählen? Worauf konzentrieren?
Her mit den Fragen und Schwerpunktsetzungen.
Und: was sagt ihr zum #sbsm Projekt?
Vorschau auf die Debatte des 2. #sbsmTaalks
Jetzt schon fragen wir uns und werden am 2. #sbsmTaalk debattieren:
Was ist zu erwarten von den neuen sozialen Bewegungen in unserer Gegenwart einer so genannten Postdemokratie?
Welche Rolle spielt das Netz für die neuen sozialen Bewegungen und vielleicht auch für die Erneuerung der alten sozialen Bewegungen?
Welche Handlungsoptionen sehen wir und was bedeutet es, dass sich immer mehr empören?
Was sind die Gemeinsamkeiten und was die Unterschiede zwischen einer Bewegung der Globalisierungskritiker_innen und den #unibrennt Besetzungen, der Freiheit statt Angst Bewegung und dem Widerstand gegen die neuen Rassismen, den #yeswecamp Bewegungen und den Unruhen in immer mehr Vorstädten weltweit, dem immer breiter werdenden Widerstand gegen feudalistisch agierende Machteliten in Europa und dem demokratischen Frühling in der arabischen Welt?
Wie setzen wir das Netz und seine Möglichkeiten geschickt ein, wie sieht es mit der Bedrohung immer umfassender Überwachung oder gar Zensur aus? Und: sind naive Erwartungshaltungen in das Netz und die sozialen Netzwerke online wirklich ein großes Problem oder nutzen wir die Werkzeuge nicht sowieso subversiv und zweckorientiert?
Vor diesem Hintergrund, welche Fragen und Ansätze sollten wir in einem Monat am #sbsmCamp und bei den #sbsmTaalks behandeln?
#sbsmCamp, #sbsmTaalk, #yeswecamp, Autor_innen, Buchpräsentation, Cross Media, Debatte, Diskurs, Empört Euch!, Kritik, Live-Stream, Machteliten, Netz, ÖGB Verlag, Partizipation, Postdemokratie, Social Media, Soziale Bewegungen


Erst mal: Ich sitze in Linz und bin ganz kribbelig, ob morgen endlich das #sbsm Buch in der Post ist! Haltet mir die Daumen!
, sondern durchaus sehr praktische Dinge, wie es denn angegangen werden kann das “Empört euch!”. Dafür wird sicher auch auf den 2 Tagen Camp Zeit sein, aber ich denke mal das gehört auch in den inoffiziellen Camp-Auftakt.
Das Thema für den Vorabend-Talk gefällt mir. Empört euch! Ich weiss oft gar nicht, wo anfangen mit dem Empören … Neben dieser fast No-Na-Ned-Frage, welche Rolle Social Media dabei spielen kann, scheint mir dabei auch nochmal ein reflexiver Blick auf neue Ausschlüsse interessant. Ich mache im Herbst ein kleines Projekt mit Frauen 50+ zum Thema Internet als Schlüsselkompetenz für (politische) Beteiligung (mit der Katholischen Frauenbewegung OÖ). Da ist angesichts dieser Gruppe, die wenig dabei ist, naheliegend zu fragen, warum das so ist und welchen neuen Gap wir damit produzieren/befördern, wenn wir nur aufs Netz setzen.
Ja, und sonst fände ich es spannend, möglichst viel aus der Werkstatt konkreter Initiativen zu erfahren, nicht die Sonntagsreden
Eigentlich wäre von meiner Seite nichts gegen eine klassische Buchpräsentation einzuwenden. Das Buch schaut ja sehr interessant aus. Ich bin erst vor kurzem darauf aufmerksam geworden und habe noch nicht viel davon mitbekommen. Mit dem Text oben registriere ich eben erst, dass es sich um mehr als ein Buch handeln soll. Spannend.
Daher ohne die Entwicklung von Beginn an verfolgt zu haben und vom Projekt allzu viel zu wissen, würde ein grundlegend einführender Vortrag auch gefallen.
Ich freu mich schon sehr auf das Buch!
Vor allem ein großes Kompliment über den ambitionierten Plan, was die Präsentation zwischen Vortrag, Twitter, Facebook und Stream angeht. Ich wünsch euch, dass alles reibungslos hinhaut
Bei der Schwerpunktsetzung muss ich mich Andrea anschließen, vor allem Praktisches wäre hier interessant. Zwar auf einem allgemein eher niedrigen Entry-Level (auch, wenn ich nicht glaube, dass viele ohne Vorwissen kommen/zusehen), aber doch direkte Beispiele aus der Praxis. Vor allem würde mich der Vergleich zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Kampagnen interessieren, welche Mittel wurden wie eingesetzt etc.
Durchaus interessant fänd ich es auch, wenn auf die Zielgruppenerweiterung außerhalb von (Social-Media-) Ballungsräumen wie Wien eingegangen wird. Wie ist es schaffbar, Menschen in Betrieben zum Beispiel zur Nutzung neuer Medien zu bringen?
Ich würde bei der Vorstellung des Buches eher auf die besondere Entstehungsgeschichte eingehen. Die würde ich diskutieren, mit den anwesenden Leser_innen, aber auch den Schreiberlingen, die es zum Taalk schaffen. In der Regel entstehen Bücher anders. Wie sieht das der geneigte Leser. Ich würde dem Inhalt des Buches nicht vorgreifen, das sollen die Leute zu Hause lesen und die Artikel im Netz kommentieren.
gefällt mir sehr
auf alle fälle freuen wir uns via internet, am mittwoch live dabei zu sein.
merci vielmals ihr guten! wir freuen uns auch.
Ich freue mich auf jeden Fall sehr über das Buch. Und mit etwas Glück halte ich es bis Mittwoch bereits in den Händen. Werde auf jeden Fall livestreamig dabei sein.
Was zur Präsentation erwähnenswert wäre – da kann ich mich dem gibro anschließen – ist die besondere Entstehungsgeschichte. Das ist ja immerhin ein Anlass für die Autoren, sich auch mal selbst zu feiern. Und also raus mit der Sprache! Wer hatte wann die erste Idee, bewegte wen wie sozial, um so ein großartiges Projekt auf die Beine zu stellen?
danke für diesen nochmaligen anstoß in die richtung – bei über 40 autor_innen gibt es da sicher einiges an erfahrungen und geschichten – und vielleicht meldet sich ja auch der oder die eine oder andere im buch vertretene kommentator_in zu wort – wäre natürlich auch aus meiner sicht eine interessante rückmeldung, wie unsere anfragen bei ihnen angekommen sind.
über den entstehungsprozess hinaus würde ich mich auch über einschätzungen, thesen etc. freuen, wie sich der themenkomplex #sbsm in den verschiedensten praxisfelden weiter entwickeln wird.
Zunächst einmal eine ganz, ganz große Gratulation zur physischen Manifestation dieses schönen Projektes! Es ist wichtig wie noch nie, Papier in der Aufregung um die neuen Medien nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, dass auch noch in längeren zeitlichen Abständen eine Dokumentation dessen passiert, was in unserer Gesellschaft derzeit vor sich geht.
Ich würde es mir sehr wünschen, dass das Buch eine Szene schafft, eine Serie wird, dass der Kick-off es schafft, sich als Kontinuum in unserem zivilgesellschaftlichen Alltag unauflösbar einzubetten.
Ich sehe nämlich unserer Zukunft prinzipiell optimistisch entgegen. Es gibt Anzeichen, Bewegung und Motivation, notwendige Veränderungen in unserer Gesellschaft “einfach” aus dem Inneren heraus vorzunehmen und damit nachhaltig auch zu etablieren. Was mich aber sehr skeptisch gemacht (hat), war die mangelnde Sensibilität gegenüber der so notwendigen Dokumentation und Archivierung. Das hat sich jetzt geändert.
Jetzt gibt es ein Buch. Danke schön!
Soziale Bewegungen und Web 2.0…
In der kommenden Woche erscheint das Handbuch «Soziale Bewegungen und Social Media». Am Mittwoch wird das Buch auf dem 1. #sbsmTaalk in Wien präsentiert. Die Veranstaltung soll live im Netz übertragen werden. Sobald das Buch vorl….
finde es absolut spannend, wie hier “virtuelles”, “digitales” geschehen einerseits auf seine relevanz im konkreten gesellschaftlichen prozess überprüft oder beobachtet wird, andererseits auch das scheinbar “alte” oder “klassische” medium buch und papier zu seiner neuen rolle findet.
ich freue mich über dieses projekt und gratuliere allen initiatorInnen und beitragenden zu diesem startschuss. es fühlt sich gut an, im sinne von karl kann ich da auch nur sagen, es geht hoffentlich weiter…
aber jetzt mal knallkorken sekten lassen oder eier frieden freudekuchen oder wie schoppenhauer schon in der zauberflöte seine heldin rufen lässt: venceremos
ach und *hach* und
Bernhard, ich interpretiere deinen und Karls kommentar jetzt einfach mal als auftrag zur schwerpunktsetzung: feiern!!!
(und danke hiermit für euer beider schwerpunktsetzungsaufträge (SPSA))
Als Aktivist einer in dem Hand-Buch zahlreich besprochenen Ereignisse freut es mich natürlich, dass es dich gibt, liebes Buch. Auch um nachlesen zu können, was denn damals »eigentlich« geschah, als sich unsere Widerständigkeit über Selbstdokumentation im Web als Gegen-Öffentlichkeit zu formieren begann und wir (wer immer das auch glaubte zu sein) uns in der Stadt Gehör verschafften. Aber vor allem interessiert mich das Buch hinsichtlich der Frage nach dem Begriff des »Politischen« bzw. die Überschreitung des Begriffs, so wie wir ihn kennen. Wenn ich mir den Erfolg der Piratenpartei in Berlin von heute anschaue, gibt es ein Bedürfnis, sich »politisch« zu formieren – und zum Teil wird dieses Bedürfnis auch auf recht einfachem Organisationsgrad vom Web 2.0 abgedeckt. Ist das Web 2.0 schon DIE ultimative emanzipatorische Partizipation, die System-Parteien nicht mehr anbieten können (wie es aussieht, eben auch die Grünen nicht, die selbst als aus den [früheren] Sozialen Bewegungen entstanden), oder ist es erst eine Ankündigung von dem, was sein könnte? Ich fürchte, uns stehen erst die echten Anstrengungen bevor, die Demokratie, die Stadt und die Menschen neu zu erfinden mit Hilfe des Demokratie-Labors namens Social Media. Das Buch ist ein Meilenstein auf diesem Weg. Vielen Dank!
Zunächst seh ich mal das Problem, dass die diversen Protestbewegungen nach dem Muster “Empört euch”/”Echte Demokratie jetzt” (zumindest so weit das von österreich aus festzustellen ist) ziemlich theorieschwach sind und in unseren “erlaubenden demokratien” noch keinen weg gefunden haben, ihre forderungen umzusetzen, besser gesagt, umsetzen zu lassen: denn die forderungen richten sich an die regierungen, denen man inkompetenz und korruption vorwirft – aber ihre forderungen sollen sie erfüllen?
der richtige schluss aus den vorwürfen gegen die regierungen/eliten/Politikerkasten muss wohl sein, die ganze Bäckerei selbst in die Hand zu nehmen. Doch diesen Gedanken auszusprechen wagt kaum jemand. Wie man die schlechten Regierungen los werden will und was an deren stelle kommen soll, wenn eh alle politiker/regierungen gleichermaßen korrupt und schlecht seien, diese zentrale frage bleibt unbeantwortet. der vorteil dieses vorgehens liegt allerdings auf der hand: man erreicht eine große menge menschen, die zu konkrete und möglicherweise als “links” betrachtete forderungen auf den ersten blick ablehnen würden – dieser “vorteil” ist aber nur einer, wenn es gelingt, diese menschen zu politisieren bzw.dazu zu bringen, in irgendeiner form aktiv oder unabhängiger von den machteliten zu werden. andernfalls wird die ganze “echte demokratie jetzt”-bewegung bestenfalls in ein paar kleinen reförmchen und allenfalls ein paar ministerwechseln enden – die leute denken, sie hätten etwas erreicht, die bewegung ebbt ab.
in zeiten der sich zuspitzenden kapitalismuskrise ist dies aber ohnehin eher unwahrscheinlich. eher werden sich wege herauskristallisieren, aus dem stillstand auszubrechen, wenn der druck der armen/arbeitslosen/ausgebeuteten massen erst mal groß genug wird. ob das ganze dann noch gewaltlos ablaufen kann, ist fraglich – Kairo, Tunis, Tripolis wurden mit gewalttätigem Widerstand für die Revolution erkämpft. Die friedlichen Massen in Teheran schreien noch heute “Allahu Akba” von den Dächern, um sich dann rasch wieder in der Wohnung zu verstecken …
Ein anderer Punkt sind die Jugendkrawalle, die nun überall aufflammen (London, Zürich, Vancouver …) – diese sind wohl Ausdruck eines Gefühls der Machtlosigkeit, das Hand in Hand mit der sogenannten “Politikverdrossenheit” geht – diese jungen Menschen wurden in den letzten Jahren ihrer Perspektiven beraubt: hohe Jugendarbeitslosigkeit fast überall, wenn man Jobs kriegt, dann schlecht bezahlte, die Generation Praktikum gibt es, auch wenn es immer wieder zu widerlegen versucht wird – und wozu überhaupt arbeiten, wenn die Pensionsbeiträge eh von ein paar geretteten Banken verspekuliert werden?? Diese Kritikpunkte zu benennen und zu artikulieren sind viele Jugendliche nicht imstande. Die, die es wären, werden nicht gefragt und nicht gehört. Und die anderen denken, es macht sowieso keinen Sinn, irgendwen um Hilfe zu bitten, da sie tagtäglich von allen nur hören, dass sie da halt nun mal durch müssten, ob es ihnen gefällt oder nicht … und offensichtlich gefällt es ihnen nicht. Da kann man noch so sehr “kriminelles Gesindel”, “Linksradikale” oder was auch immer schimpfen. Die Krawalle werden dadurch nicht verschwinden, auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung sich nur so in Gewaltfantasien gegen ihre Nachkommen und Freunde ergehen: sie wollen mit aller Gewalt das alte System, für das sie doch ihr Leben in mühevoller Arbeit gegeben haben, mit aller Kraft am leben erhalten: denn wenn es stimmt, dass sie jahrzehntelang eine Lüge gelebt haben, als sie erst mal aus ihrer “sturm und drang”-phase heraußen waren (ganz nach dem motto: wer jung war und kein kommunist, hat kein herz. wer alt ist und noch immer einer ist, kein hirn), dann bedeutet das ja nichts anderes als eine 180°-Wendung ihres Weltbildes. Und das kann nun mal nciht sein, das bestätigen ihnen die Populisten, das bestätigen ihnen fast alle Zeitungen/Medien – doch die behauptungen, die jugendlichen seien “erlebnisorientierte”, “getäuschte” und “kriminelle” “aussätzige”, wird nicht auf dauer zu halten sein – erschwerend für die aufrechterhaltung dieser lügen kommen die bilder der arabischen revolutionen dazu, wo es vor allem jugendliche und junge erwachsene waren, die steineschmeißend als revolutionäre für die demokratie um die welt gegangen sind. In Zürich kann man derzeit ebenfalls feldstudienartig beobachten, was sich bei diesen krawallen eigentlich abspielt. Sogar laut Mainstream-Medien war zumindest gestern Samstag-Nacht KEIN schwarzer block an der demo – laut freunden in zürich handelte es sich um eine schwer zu definierende menge aus – wie der BVT vermutlich sagen würde – “erlebnisorientierten” Jugendlichen, die einfach nur “bulle schloh”, also bullen vermöbeln, wollen. warum wohl? fragt mal jugendliche mit “migrationshintergrund”, was sie so tagtäglich erleben, wenn sie in ein lokal oder einen club gehen wollen! In dieser Hinsicht unterscheidet sich Zürich nicht von Wien: purer Rassismus, durch Securitys, durch Polizei, durch die Politik – die Message, immer gleich: Ihr seid unerwünscht!
Um nochmal zur Anfangsfrage zurückzukehren: Was soll denn bitteschön die Postdemokratie sein, wenn wir nach wie vor in den selben Demokratien leben wie “vor” der Postdemokratie und gleichzeitig nicht benennen können, wie unsere Gesellschaft NACH der Demokratie organisiert sein soll. Es ist ganz normale stinkfade “old school”-demokratie, die hier gerade am einstürzen oder zumindest einer schweren krise ist, die aber nach wie vor zu 100 % das Sagen und die macht hat – wenn man mal EU/National-Kompetenz-Debatten außen vorlässt …
Erst mal Glückwunsch zur zeitgerechten Fertigstellung – allem Stress zum Trotz. Dann freue ich mich auf das Paket, das hoffentlich bald eintreffen wird. Das gedruckte Buch in der Hand zu halten hat doch noch eine ganz andere Qualität als einfach nur einen Blogeintrag zu sehen.
Für den 1. Taalk wünsche ich mir Infos über die besondere Art der Entstehung des Buches und auch über die auslösende(n) Idee(n). Der Inhalt des Buchs ist beim Taalk sicher nicht primär interessant, da 1. vieles bereits im Netz steht und 2. möglichst viele Menschen das Buch kaufen sollen. Ich finde es wichtig, dass diese neue Art des “Buchherstellens” auch für den Verlag ein Erfolg werden sollte, um weitere solche spannende Projekte zu ermöglichen.
Weiters wichtig ist auch für mich die Frage, welche neuen Ausschlüsse durch die sozialen Medien im Netz produziert werden, wie von Andrea bereits angesprochen. Inwiefern sind neue Medien undemokratisch? Wie kann das geändert werden?
Ich hoffe, am Mittwoch Zeit für den Stream zu haben und wünsche jedenfalls bestes Gelingen!
[...] stattfindenden Workshops, Podiumsdiskussionen, Filmvorführungen, Pressegesprächen, dem zweiten #sbsmTaalk am Vorabend des Camps (18.10.2011) und einer Abendveranstaltung am Mittwoch (19.10.2011). Die [...]
Wenn ich mir die Anmerkungen zum Projekt und zur Entstehungsgeschichte so durchlese, dann würde ich vorschlagen, dass bei der Buchpräsentation die Projektleiterin des Gesamtprojektes Dagmar Thurnhofer und die Projektmanagerin für die Buchproduktion Habiba Memedoska ein bischen hinter die “dicken Verlagsmauern” schauen lassen, was bei der Entstehungsgeschichte so anders war als bei allen anderen Buchproduktionen. Habiba hat übrigens über diese neuen Prozesse auch ihre Bachelor-Arbeit geschrieben. Gratulation zum Bachelor!
Für die AutorInnen: Die AutorInnen-Exemplare sind heute nachmittag aus der Verlagsauslieferung weggegangen – also je nachdem wie rasch die Post ist, sind die schönen Bücher in den nächsten Tagen bei Euch. Ein herzliches Danke für die tolle Zusammenarbeit!!
Hier auch noch die Termin- und Ortfixierung der Buch- und Projekt-Präsentation von “Soziale Bewegungen und Social Media” auf der Frankfurter Buchmesse: Freitag, 14. Oktober 2011, 14:00 – 15:00 Uhr, Bereich 4.2, Stand G450.
Soweit ich das aus einzelnen gelesenen Blogeinträgen sagen kann, ist die Stärke des Buches vor allem die Vielfalt. An Standpunkten und AutorInnen aber auch an eingebundenen Medien. Ich wünsche euch, dass der Wunsch ein viel gelesenes, zitiertes, kommentiertes und interaktives Handbuch zu werden, in Erfüllung geht!
Viel Erfolg für die Präsentation und für den Verkauf des Buches. Möge es sich auf den Amazon-Bestsellerlisten unermüdlich vorarbeiten.
Wegen Präsentation dürfte ich in der Minderheit mit meinem Interessensfokus sein: Die Geschichte der Entwicklung des Buches von der Idee bis zum fertigen Exemplar interessiert mich nur sekundär. Interessant fände ich eher das Aufzeigen eines roten Fadens des Werkes – Sammelbände sind ja prinzipiell der bequemere Weg, um sich einem Thema zu stellen: Man sammelt Ansätze und Fallbeispiele und weist am Ende darauf hin, dass sich die Komplexität des Themas in der Vielfalt der Paper widerspiegelt. Schwierig ist es allerdings, in der Vielfalt der Artikel dann oft noch klar zu machen, was leitende, verbindende Fragen und Antworten sind.
Gratulation an die beiden Herausgeber und AutorInnen zum Buch. Bei vielen Gelegenheiten habe ich die umfangreiche, aufwendige, nervige und intensive, erfolgreiche Arbeit mitbekommen dürfen. Social Media – Instrumente bieten die Möglichkeit Organisationsgrenzen zu öffnen, relevante Informationen unter Vielen und nicht nur Apparat auszutauschen. Es geht um die Beteiligung von möglichst vielen Menschen, die auch dann zu AktionsträgerInnen bei der Durchsetzung ihrer Interessen werden.
Mit dem Entstehen des Buches in seiner ursprünglichsten Form, nämlich auf Papier, geht eine grosse und grossartige Arbeit zu Ende. Es fängt allerdings die Phase des Lesens an, und dieses soll nicht minder interaktiv ablaufen. Es ist eine neue Form des Lesens, das wir hier vermitteln werden, aber auch eine bewusstere Form des Einsatzes der sozialen Medien – rund um die tatsächliche politische Arbeit, die wir alle jeweils ausüben. Alle drei (Bücher, soziale Medien und politische Arbeit) sind Teil meines Lebens, die ich manchmal voneinander trennen versuche. Aber, nein, mir gefällt diese Fusion hier.
Wow, endlich ist es soweit. Es war spannend, die Entstehung des Buches hier mitzuerfolgen. Und lustigerweise hat Herr Bröthaler in einem Seminar an der FH St. Pölten ebenso über #sbsm gesprochen. Konnte da schon gut mitreden, da ich ja von Anfang an brav mitgelesen habe.
Ich werde das Buch, sobald ich es bekomme, für http://www.neuwal.com rezensieren, freu’ mich schon auf das erste Durchblättern und das Wiedererkennen bekannter Gesichter.
Was soll bei der Buchpräsentation besprochen werden? Mich würden die Probleme interessieren: Welche Stolpersteine gab es, wie hievte man sie weg … und andererseits: was waren die Höhepunkte, was die überraschenden Boah-Momente.
Und zum Abschluss: Gratulation! Der Sekt soll knallen … toll, dass dieses außergewöhnliche und unglaublich interessante Projekt in die nächste Phase vorgestoßen ist. Darauf könnt ihr stolz sein!
danke dir, Dominik!
Eine neue Frage, und was für eine. Autsch!
Ja, Stolpersteine und Schwierigkeiten, das ist eine interessante und berechtigte Frage, und beim Gedanken daran schießt die Migräne gleich wieder etwas mehr ein. Aber natürlich gab es auch die Höhepunkte und positiven Überraschungen. Und ein paar Boah-Momente dürfen sich gut und gerne noch in den nächsten Wochen einstellen.
Freu mich und bin neugierig auf die Rezension, lg
chr.
[...] (Mehr Informationen gibt es auf sozialebewegungen.org) [...]
Schöne Grüße vom ver.di Bundeskongress aus Leipzig. Wir sind gespannt, das in Buch in den Händen zu halten. Gibts schon einen Termin für eine Präsentation in Berlin?
Danke Danke und liebe Grüße zurück!
Buchpräsentation in Berlin, das löst bei mir ein versonnenes hmm aus. Und: das muss ich mal an den Verlag weiterleiten.
Das lustige ist, wir hatten sogar einmal davon gesprochen, aber das ist möglicherweise so etwas in der Gegend von einem Jahr her und viel wasser die Donau und Spree runtergelaufen. Also was soll ich sagen, ich würde mich freuen!
super! neuwal.com haben den #sbsmtaalk zusammengefasst: http://neuwal.com/index.php/2011/09/22/eine-etwas-andere-buchprasentation-zusammenfassung-des-sbsmtaalk/